Krankentagebuch
Atilla
Ein aktiver Hund
Das "Tagebuch"
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13.12.06 Die Tabletten verträgt er gut (Abends 1x1 Vasotop=Ramipril)! Eine Veränderung merke ich allerdings NICHT! (Ist das ein gutes Zeichen?) Gestern waren wir beim Agillity. Eigentlich wollten wir mit Atilla langsam machen. Aber erzähl das mal nen Hund der nicht weiß, daß er langsam über die Hindernisse soll. -Iss nix!!! Er hats gemacht wie immer, Floh war fast nicht schneller! Unsere Mitstreiter haben uns gefragt:"Welches ist der kranke Hund?" Heute waren wir 2 Std Gassi (Herrchen + Frauchen haben Urlaub). Atilla ist nichts anzumerken. Selbst nach dem mehrfachen Ball werfen und dem Toben mit Floh, merkt man nix. Manchmal hechelt die Kleine länger als er?! |
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24.12.06 An Atilla ist keine Veränderung festzustellen! Wir hoffen auf einen langen Winter. Mich fürchtets vor dem Sommer...!!! Gestern waren wir wieder 2 Stunden unterwegs. Ball werfen, mit Floh toben usw. Selbst als die beiden (DAS ERSTEMAL!!!) für 15 Minuten (Frauchen kam es viel länger vor!) in den Wald verschwunden waren (Frauchen hat für 2 Minuten nicht auf die Hundies geschaut... und "zack" da waren sie schon wech) und haben nach irgendwelchem Wild gestöbert =Zu zweit macht es anscheinend doppelt Spaß und sie fühlen sich auch nicht so schnell einsam?!? *grummel* Wenn sich der Dicke bei der Hatz überanstrengt hätte, wäre es vielleicht sein letzter Ausflug gewesen!? Denn DEN im Wald wiederfinden, wenn er zu tode erschöpft irgendwo liegt...(Von Jägern die wildernde Hunde einfach abschießen mal ganz abgesehen!) -Atilla kam aber nichts destotrotz als erstes wieder zurück, und hechelte für die Situation angemessen und war nur mäßig erschöpft -In Gleichermaßen wie Floh (die von Herrchen allerdings zur Rückkehr überzeut werden mußte)! Die Oma (die derzeit über Weihnachten zu Besuch ist) glaubte schon an eine Fehldiagnose! Wenn ich die Beiden so toben sehe, kann ich es auch nicht glauben... selbst wenn man es weiß...!!! (=Wir hätten niemals von alleine etwas bemerkt!!!) Auch unser Training am Mittwoch beim Agillity, war wie immer! Einen ganzen Parcour machen wir ja eh noch nicht (immer nur Sequenzen=sind ja noch Anfänger!) Das geht völlig problemlos! Außerdem ist Atilla ja nicht sooo schnell... (Herrchen würde natürlich das Gegenteil behaupten!!!) ;-) |
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05.01.07 Wir sind problemlos ins Jahr 2007 gerutsch. Schon letztes Silvester als Welpe hat sich Atilla als "Böllersicher" erwiesen (war um 00:10 Uhr ganz entspannt pinkeln im Garten). Schließlich ist er ja ein Jagdhund = Schußsicher!!! Was uns an Veränderung auffällt, seit er seine Tabletten bekommt: Die Hustenanfälle (klingen wie Spastiken) zu denen er manchmal geneigt hat, wenn er sich aufregte oder immer wenn er das Halsband getragen hatte (manchmal auch schon wenn er heftig am Geschirr gezogen hat) haben deutlich abgenommen! Schon nach der Umstellung auf das Geschirr wurde es besser, kam aber immer noch vor. Seit er die ACE-Hemmer regelmäßig nimmt, ist uns keiner mehr aufgefallen!!! >>>Fortschritt!!! |
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01.02.07 Neulich ist mir ein Licht aufgegangen (glaube ich zumindest!) Bei der Abendrunde, die Herrchen mit den beiden Hunden unternimmt, ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Unser sonst so gedulldiger und abgeklärter Hunnenkönig, hat seine Prinzessin gebissen. Atilla hatte einen "Beißkrampf". Herrchen bekam die beiden kaum auseinander. Er hatte in Flohs Bein gebissen uns nicht wieder los gelassen... Die Dame war etwas geschockt über diesen Sinneswandel von Atilla, leicht beleidigt und humpelte. Beim Wiederzusammentreffen, der beiden schaute er Floh an, mit einem Wissen, daß er irgendetwas böses gemacht hatte, aber war dann wieder wie immer zu ihr. Am nächsten Morgen war sas Beinchen dick, und wir natürlich sofort beim Tierarzt. Nach der ersten Gabe Antibiotika, wurde s schon wieder besser und am Nachmittag sprang sie schon wieder duch den Garten, als war nix. In unserer Hundeschule in der wir mit Atilla die Welpenstunde besucht haben, kam es auch schon zu diesen Zwischenfällen. Mit den Worten: Hochagressiver Hund, außergewöhnlich starkes Dominazverhalten, tanzt uns auf der Nase herum... usw sind wir aus dder Welpenstunde geflogen. Für uns bis dato alles nicht nachvollziebar, da unser Dicker zu Hause die Ruhe in Person, der Denker, der Ausgeglichene war und NIEMALS einen Anflug von Dominanz zeigte. Selbst wenn andere Hunde ihn anknurren und die Zähne fletschen geht ER der Konfrontation aus dem Weg + bellt sie blos aus, wie doof sie sind, weil er wollte doch bloß spielen... Aber manchmal hat er so Momente...! Von uns beobachtet und nie eindeutig zu klären. Mittlerweile fällt mir auf, daß so ein Black-out (wie ich es nenne) immer mit Stress situationen anfängt. Atilla freut sich auf etwas, und darf es noch nicht. ZB Wenn Herrchen die Jacke zum Gassigehen anzieht, freut er sich, fängt anzu zetern/quitschen... Wenn er vorm Agillity warten muß, zetern + quitschen... wenner zu anderen Hunden nicht darf, zetern + quitschen... schon in der Welpenstunde: warten im Kreis, zetern + quitschen... und danach ist er dann leicht agressiv, auch zu besten Hundefreunden. Wenn dann noch die Dunkelheit und ein freilaufender Hund dazukommt, dekompensiert er und geht an den nächsten Hund (NOCH NIE AN EINEN MENSCHEN)!!! Er ist dann weder durch Ignoranz (war der Tipp der Hundeschule, und bringt GAR NIX, noch durch schimpfen, oder irgendetwas anderes zu unterbinden/unterbrechen. Das ist völlig untypisch für ihn. Wenn der Stress nicht so lange anhält, und er ihn abbauen kann (Freilauf, Balli... usw) wird er wieder zu dem freundlichen, souveränen, ausgeglichenen Hund der alles anderen Hunde liebt. Mittlerweile im Wissen im seinen Herzfehler, hatte ich da eine Idee und habe mich mit dem Tierarzt unterhalten. Dadurch, daß Atilla Herz eh immer zu schnell schlägt, und das Adrenalin das sich dann bei großer Freude/Stress in seinem Körper befindet, das Herz noch viel schneller schlägt der Sauerstoffmangel vielleicht gefühlsmäßig auch bemerkbar macht, er in Panik- Angstzustände geraten kann. ER KANN SEIN VERHALTEN DANN NICHT MEHR KONTROLLIEREN =Ist nicht mehr Herr seiner Sinne/Taten. Deshalb ann man dieses Zetern/qiutschen dann auch nicht unterbinden. Das macht das Zusammenleben mit ihm natürlich nicht leichter. JETZT wissen wir, wie es sich aufbaut, und auch wieder abbauen läßt. Wir werden ihn beobachten und versuchen seinen Stress besser zu kontrollieren/auf etwas anderes zu kanalisieren. |
| 04.03.07 Am Sonntag war der Belzclan 4 Stunden im Odenwald wandern. Bergab, bergauf, durch Schlamm, über Wiesen und an Bächen vorbei... kein Baumstamm wurde ausgelassen (und davon liegen derzeit wirklich viele im Wald herum!) und kein Fels. An sämtlichen Wiesen wurde von den Hunden das Ballspielen eingefordert, was dann natürlicih ausgiebigst erfüllt wurde. Die Sonne hat geschienen und war uns hold. Atilla war nichts anzumerken. Natürlich war er abends sehr müde, aber das ging Herrchen Frachen und Floh nicht anders! Wie man auf dem Bild rechts sehen kann (wurde am Tag davor aufgenommen) ist der dicke jederzeit aktiv!!! |
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14.03.07. Gestern war wieder Agility Training. Wie immer hatte Atilla viel Spaß dabei und hat sogar das erste mal zusammenhängend und Fehlerfrei (zumindest der Hund!) einen Parcours von 17 Hindernissen absolviert!!! Nicht nur Jumping, natürlich auch die A-Wand, den Steg, den Tisch, die Wippe, den Reifen und die Tunnels. Lediglich der Slalom wurde ausgelassen! Vor dem Training spielt er gerne mit den anderen Teilnehmern und zeigte dabei, sowie danach keine besonderen Erschöpfungszeichen!!! :-) |
| 19.03.07 Frauchen wollte es genau wissen, deswegen hat sie sich etwas umgehört... Wir hatten einen Termin in der Tierklinik am Sandpfad in Wiesloch bei Dr. Michael Deinert/ Fachbreich Innere Medizin, Kardiologie + Ultraschall. Nach der anfänglichen Annamnese wurde Atilla abgehört. Schon hier stellte Dr.Deinert seine vorläufige Diagnose, die er mittels Ultraschall bestätigen wollte... Beim professionellen Ultraschall: Vermessen des Herzens, feststellen von Flußgeschwindigkeiten, Suche nach Verwirbellungen... fanden sich diverse Herfehler: in erster Linie eine subvalvuläre Aortenstenose (=unterhalb der Aortenklappe verengt) mit mittelgradiger Einschränkung, außerdem eine zusätzliche Aortenklappen insuffizienz (=Aortenklappe schließt nicht richtig/ist nicht ganz dicht)... daraus resultierend: eine hyperthrophie des linken Ventrilkels (= linke Herzkammer vergrößert/verdickt durch permanentes anpumpen gegenden den erhöhten Wiederstand der Aortenklappe) und ein Mitrallklappen insuffiziens (durch den permanent erhöhten Druck in der linken Kammer, ist die Mitralklappe nicht mehr ganz dicht)! Eine Fallotsche Tetralogie wurde also NICHT bestätigt! Nun bekommt er zusätzlich noch ß-Blocker 2x tgl. -Atilla ist also immer noch Herzkrank, aber seine Lebenserwartung könnte sich durchaus auf 6-10 Jahre belaufen!!! :-))) >>>Hochleistungssport sollen wir vermeiden! |
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02.12.08 Mittlerweile leben wir schon 1 Jahr mit dem Wissen um Atilla Herzkrankheit. Er bekommt seine Tabletten, und ansonsten beobachten wir ihn aufmerksam. Mit Herrchen macht er immer noch Agility. Er ist mit viel Freude + Spaß dabei. Hypnotisiert sein Herrchen in froher Erwartung, sobal es los geht. Es ist sicherlich NICHT der schnellste (soll er ja auch gar nciht!), aber die beiden absolvieren den Parcour sauber + zügig. Selbst im Sommer ist bei ihm kaum eine Einschränkung festzustellen!!! Bei den taglichen Spaziergängen, tobt er mit Floh über die Wiesen, hetzt den Bällen hinterher, schwimmt durch jeden Bach + ist jeder Fährte auf der Spur. Bei stundenlangen Spaziergänge ist er vom ersten bis zum letzten Moment fröhlichen Schrittes dabei, und hechelt kaum früher als Floh. Zu hause liegt er dann glücklich (und sicherlich erschöpft) auf dem Sofa, oder Fell + ruht sich wieder aus. Nur an wirklich heißen Tagen merkt man, daß ihm das Wetter etwas zusetzt. Dann kommt den Hunden das Baden in einem See oder Bach sehr entgegen!!! Alles in Allem: Er macht wozu er Spaß hat + genießt das Leben fast OHNE Einschränkungen! |
| 22.02.08 Wir hatten einen Kontrollbesuch mit Atilla in der Tierklinik am Sandpfad. Wir sind mit ihm dorthin gegangen, in dem Bewußtsein, daß der Befund sich sicherlich NICHT verbesert hat... Nach dem Ultraschall waren wir sehr erfreut, denn Dr. Dehnert konnte uns mitteilen, daß der Zustand des Herzens sich NICHT verschlechtert hätte. Die Dosierung der Tabletten sollen wir so belassen, und mit ihm in einem Jahr wieder vorstellig werden! >>>Wir sind SEHR FROH!!! Und machen weiter wie gehabt!!! |
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25.02.2009 Wir haben einen Tierarzt empfohlen bekommen. Leider 140 km weit weg, im Saarland (nix gegen die Saarländer!) ;-) Aber wir scheuen keinen Weg, wenn unserem Atilla nur irgendwie ein bißchen geholfen werden kann!? Wir hofften auf eine Diagnose wegen seiner unkontrollierbaren Agressioen im Zusammenhang mit Frust (positiv, wie auch negativ)! Und tasächlich hatte der Tierarzt Dr.Volker Wagner/Neukirchen sofort eine Diagnose parat! Es handelt sich um eine Art "epileptische Übersprunghandlung". Es ist eine Epilepsie! Der Hund nimmt die Umwelt nichtmehr wahr, im Gehirrn spielen die Neuronen Gewitter + das Beißen eines anderen Hundes Behandelt ist eine übersprungshandlung! Er wird jetzt mit Antiepileptika (Luminaletten=Phenobarbital) behandelt. Es braucht ein paar Wochen bis der Medikamentenspiegel die ausreichende Höhe hat um zu wirken... da schleichen wir uns derweil an die richtige Dosierung heran! Wir haben große Hoffnung + sind gespannt welchen Erfolg wir erziehlen können!? >>>Drückt die Daumen ! ! ! |
| 13.04.2010 Ein Jahr ist wieder rum. Da steht die Kontrolluntersuchung seines Herzens wieder einmal an. Die Pumpleistung des Herzens bleibt bislang stabil. Befund wie gehabt. Besser könnte das Ergebnis nicht sein (mit einer Verbesserung ist nicht zu rechnen!) :-) |
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Mai 2011 Wiedermal stand das alljährliche HERZulltraschall an. Der Dr. war sehr zufrieden mit unserem Patienten. Alle Befunde sind soweit gleichbleibend. Das Herproblem bleibt bislang kompensiert!!! ->Besser könnte das Ergenis nicht sein!!!! (jetzt haben wir schon 5 1/2 Jahre mit dem Herzproblem geschafft!) :-))) |















































